Namibia – Tag 9 und 10

Posted by on January 20, 2008 in Nambia 2007 | 1 comment

Als wir am morgen starten wollen, muss ich feststellen, dass der rechte, hintere Reifen fast platt ist. Zum Glück sind wir noch in Swakopmund und die Reifenreparatur ist nach etwa 45 Minuten erledigt. Umgerechnet zahle ich 6 Euro. Ca. 11.00 Uhr können wir endlich starten. Unsere Tour führt uns zunächst nach Cape Cross zur Robbenkolonie, wo etwa 100.000 Robben leben. Die Robben machen sich schon am Geruch bemerkbar, bevor man sie sieht.

Robbe

Dazwischen sieht man vereinzelt Schakale, die immer wieder versuchen einer jungen Robbe habhaft zu werden. Von einem südafrikanischen Fernsehteam erfahren wir, dass momentan täglich Robben abgeschlachtet werden, oder wie es in Namibia heisst, geerntet werden. Was für ein Ausdruck! Damit die Touristen davon nichts mitbekommen, geschieht dies in den frühen Morgenstunden. Ich muss zugeben, mich stimmt das nachdenklich. Auf der einen Seite steht ein Schild, dass die Touristen auffordert, den Ort zu schützen auf der anderen Seite muss man zur Kenntniss nehmen, dass ein paar Stunden vorher auf brutalste Art und Weise die Jungtiere mit Knüppeln niedergeschlagen werden.

Von Cape Cross fahren wir weiter Richtung Brandberg.

on the road

Rund um Uis stehen Kinder am Strassenrand und versuchen Steine zu verkaufen. Um die Autos zum Halten zu bringen, stehen sie am Strassenrand und winken mit leeren Wasserkanistern. Beim ersten Mal halten wir an, im Glauben daran, dass es nur um Wasser geht. Letztendlich geben wir ihnen Wasser und meine Tochter lässt es sich nicht nehmen, einen Stein zu kaufen. Auf den letzten 10 km schleichen wir über eine holprige Pad zum Ugap Camp. Als wir dort ankommen, steht die Sonne bereits tief am Horizont. Die Gegend ist wunderschön.Near Ugap river

Der einzige Schönheitsfehler: Es ist absolut niemand da, kein Auto nichts. Das Wohnhaus und die Rezeption sehen verlassen aus. Renate lässt sich nicht überreden einfach zu bleiben. Nach unserem Plan gibt es in der Nähe noch eine Lodge mit Campsite, die White Lady Lodge. Was bleibt mir also anderes übrig. Die Holperpiste zurück und im Licht der untergehenden Sonne die Lodge zu suchen. Es ist bereits dunkel als wir ankommen. Da wir keine Lust mehr haben selbst zu kochen, melden wir uns zum Abendessen in der Lodge an. Das Essen wird sehr unterhaltsam, da uns ein zahmes Erdmännchen unterhält.

Erdmännchen

Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück weiter zum Mowani Mountain Camp(ca. 270km). Wir verfahren uns einmal, stellen dies aber schnell fest und machen kehrt. Um die Mittagszeit erreichen wir die Lodge.

Mowani (1)Mowani (2)

Die Lodge ist traumhaft in den Felsen gelegen. Nach dem Essen relaxen wir erst einmal, beobachten die Vögel an einer Vogeltränke und nehmen am Nachmittag an einem Nature Walk teil. Bird at Mowani

Am Abend stehen wir auf einem Hügel der Granitfelsen und genehmigen uns einen Sundowner an der Sundowner Bar.
Janine nächtigt vor unserem Nobelzelt, wie in einer Hündehütte in einem kleinen Zelt. Um 5.30 Uhr werden wir geweckt, um nach einem leckeren Frühstück die Wüstenelefanten zu suchen. Zunächst fahren wir 2 Stunden im Flußbett des Ugab Rivers auf und ab. Leider keine Elefantensichtung. Unser Guide will gerade aufgeben, da kommt eine Frau aus einem kleinen Dorf und erzählt, dass die Elefanten am frühen Morgen das Flussbett verlassen haben. Auf geht’s! Schließlich sehen wir drei Elefanten in der Ferne unter einem schattenspendenden Baum.

Desert elephants

Wir müssen uns zu Fuß nähern, halten aber gebührenden Abstand. Als wir mittags zurückkommen, hat der Ausflug 5 Stunden gedauert. Wir nehmen noch einen Tee zu uns, beobachten die Vögel und ein Rock Dassie und brechen dann schweren Herzens Richtung Palmwag auf. Das Camp war wirklich traumhaft schön. Hier wären wir gerne noch länger geblieben.

Die Entfernung nach Palmwag beträgt nur 90 km. Unterwegs entdecken wir eine Giraffe am Wegesrand, die gemütlich Blätter von den Bäumen zupft. Irgendwie ein erhebendes Gefühl. Auf dem Campground in Palmwag kommen wir nach einer 2-stündigen Fahrt an. Wir schlagen unser Zelt auf. Das Camp ist nicht so weitläufig, aber recht gut ausgestattet. Z.B. gibt es einen Pool für die Campinggäste. Es liegt am Flussbett. Die Spuren machen deutlich, dass hier gelegentlich Elefanten durchziehen. Mal sehen, ob wir welche zu sehen bekommen, wenn wir wir nicht danach suchen. Wir haben keine gesehen. Dafür aber einen traumhaft schönen, fast schon kitschigen Sonnenuntergang.

Sunset in Palmwag

Das Essen in der Lodge ist anständig aber auch nicht überwältigend. Vor allem stört uns irgendwie die Fliesbandabfertigung.
Wir liegen schon im Zelt als gegen 22.00 Uhr der Zeltplatz von lauter Partymusik beschallt wird. An Schlafen ist zunächst nicht zu denken.

[Mehr Namibia Bilder gibt es hier.]

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1 Comment

  1. Habe gerade Deine tolle Namibiareisebeschreibung entdeckt. Ihr habt ja ein wunderbares Abenteuer erlebt.

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