Namibia Tag 11 und 12

Posted by on January 25, 2008 in Nambia 2007, Uncategorized | 1 comment

Nach dem Frühstück nehmen wir die 155km Richtung Kamanjab in Angriff, wo wir die nächsten zwei Tage in der Rustig Toko Lodge verbringen werden. Unterwegs sehen wir wieder eine Giraffe, drei Bergzebras und einen Geier, der gemütlich auf einem Baum sitzt.

Giraffe

Wir erreichen die Lodge gegen 12.00 Uhr. Sie ist sehr schön am Hang gelegen mit einem kilometerweiten Blick auf eine Ebene. Wir relaxen erst einmal am Pool bevor wir am Nachmittag zu einem Ausflug auf das Farmgelände starten. Smittie fährt uns über das Gelände, das eine Größe von 6000ha hat. Wir sehen Erdmännchen, Giraffen, Warzenschweine, Gackeltrappen, drei Ameisenbären, Schakale und natürlich jede Menge Springböcke. Zum Abendessen sitzen wir im wunderschön dekorierten Speisezimmer und geniessen mit das leckere Abendessen mit Kudu, süssen Kartoffeln, Reis und Nachtisch.

Am nächsten Morgen brechen wir mit Smittie um 7.30 Uhr zur Himba Tour auf. Kurz vor Opuwo, das wie uns Smittie erzählt, übersetzt das Ende der Welt bedeutet, machen wir bei einer Ansammlung von Baobab Bäumen halt. Diese sind mittlerweile 500-600 Jahre alt. Ein gigantischer Anblick. Sie sehen aus, als wären sie verkehrt herum in die Erde gesteckt. In Opuwo kauft Smittie noch Brot und Maismehl für die Himbas ein. Hier herrscht ein multikulturelles Durcheinander. Man sieht auf der Straße Himbas in ihren Lederschurzen, Hereros in ihren wallenden, viktorianischen Röcken und junge Schwarze in moderner Kleidung. Allerdings ist der Einfluss der Zivilisation nicht zu übersehen. Überall liegen Abfälle herum. Am Rand des Dorfes passieren wir regelrechte Kloaken, deren Gestank durch das offene Autofenster zieht. Am Himba Kraal angekommen, wirkt dieser zunächst wie ausgestorben. Der Kraal besteht aus ein paar Holzhütten, die von einer kreisförmigen angeordneten Pallisade umgeben sind.

Nach wenigen Minuten kommen die ersten Kinder angerannt und gleich darauf auch zwei Himbafrauen. Mit diesen gehen wir in die Haupthütte erbaut aus Lehm, Kuhmist und Holz. In der Hütte ist es angenehm kühl. Die Himbafrauen zeigen uns wie sie die rote Farbe herstellen und ihre Morgenkosmetik mittels eines Rauchbads verrichtet. Himbas waschen sich nicht, Da das Wasser von weit her geholt werden muss, wird es nur zum Kochen und Trinken verwendet. Als wir die Hütte verlassen, herrscht reges Treiben im Kraal. Etwa 25 Himbafrauen habe ihre Handwerksarbeiten ausgebreitet, um diese zu verkaufen. Ehe wir uns versehen, ist jeder von uns an beiden Armen mit Armbändern bekleidet. Renate und Janine entscheiden sich schnell für eines. Ihr Interesse gilt einem Köcher, in dem sie ihre “Farbe” aufbewahren. Nach unserem Einkauf führen uns die Frauen noch einen Tanz vor, der ihnen sichtlich Spaß bereitet.

Zum Abschluss erhalten die Himbas noch die Lebensmittel, die Smittie ihnen mitgebracht hat: 1 Sack Maismehl, Brote, Zucker, Biltong, Fleisch und Schnupftabak für die Männer. Dieser Tag wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Er hat uns eindrucksvoll nahe gelegt wie abhängig wir von unseren ganzen Zivilisationserungenschaften sind und wie wenig man wirklich zum Leben benötigt.

Auf dem Rückweg haben wir beinahe noch eine Reifenpanne, die aber dank Smitties Geistesgegenwart und meines dicken Daumens verhindert werden kann. Als wir eine kurze Pause machen und anhalten, hört Smittie wie aus einem Reifen Luft entweicht. Ich muss meinen Daumen auf das Loch drücken, während Smittie einen Reparaturkitt aus dem Auto holt und das Loch verschliesst.

[Mehr Namibia Bilder gibt es hier. ]

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1 Comment

  1. Hallo, wollte nur sagen, dass ich deinen blog super finde

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