Namibia Tag 13 bis 17

Posted by on January 31, 2008 in Nambia 2007, Uncategorized | 0 comments

Am Morgen verabschieden wir uns von Heidi, Jürgen, Carola und Smittie und fahren zum Etosha Park. Wir nehmen die D2667 bis zur C36. Die Strecke ist deutlich kürzer als die C40. Allerdings muß Janine ständig aussteigen, um Weidezäune zu öffnen und zu schließen.

Durch das Anderson Gate im Westen fahren wir zunächst nach Okaukuejo. Auf dem Campground sind die Plätze sehr eng. Rechts und links von uns parken Reisebusse, die jeweils etwa 10-20 Zelte aufbauen. Sehr gemütlich ist das nun wirklich nicht. Aber egal, das Highlight des Etosha Parks sind die Tiere. Wir machen uns sofort auf zum Wasserloch. Dort ist bereits großes Kino angesagt: Eine Herde Elefanten mit ca. 15 Tieren macht sich dort breit.

Desweiteren können wir auch wieder die üblichen Verdächtigen, Springböcke, Zebras und Oryx bestaunen. Am Abend beobachten wir am beleuchteten Wasserloch noch 14 Giraffen und 7 Nashörner. Wir essen früh, so dass wir uns schon kurz vor Sonnenuntergang am Wasserloch einen guten Platz sichern können. Es ist wirklich wie im Kino. Alles ist mucksmäuschenstill und starrt gebannt auf das Wasserloch. Jedes Störgeräusch wird mit empörten Blicken gestraft.

Unsere Rundfahrten am nächsten Tag ist nicht sehr erfolgreich, dafür ist aber die abendliche Aussicht am Wasserloch wieder sehr tierreich. Wir zählen etwa 12 Giraffen. Etwas später trifft eine Elefantenherde nach der anderen ein. Am Anfang zählt Janine diese noch. Nach 100 Elefanten gibt sie das Zählen dann auf. Es ist ein grandioses Schauspiel: Die Elefanten haben Junge dabei. Die Bullen messen ihre Kräfte und alle anderen Tiere halten respektvoll Abstand. Wenn sie sich dann noch erdreisten zu nahe zu kommen, vertreibt sie einer der Elefanten. Bevor wir schließlich ins Zelt kriechen sehen wir noch 2 Nashörner.

Am nächsten Tag geht es weiter in das Halali Camp. Auf dem Weg sehen riesige Zebra Herden, Gnus, Springböcke, Damara Dik Diks und sogar zwei Löwen, die faul unter einem Baum liegen.

Wir merken uns die Stelle, wo die Löwen liegen, um am Nachmittag noch einmal ihre Fährte aufzunehmen.

Wir kommen mittags im Halali Camp an und suchen uns einen schönen Platz. Um ihn zu sichern, stellen wir unseren Tisch und unsere Stühle auf und begeben uns nach Besichtigung des Wasserlochs auf Pirschfahrt. Die Löwen befinden sich nicht mehr an der Stelle wo wir sie am Morgen gesehen haben. Dafür entdecken wir sie am nächstgelegenen Wasserloch wiederum faul unter einem Busch liegend. In der Hoffnung noch etwas geboten zu bekommen, bleiben wir bis kurz vor Sonnenuntergang stehen. Die Löwen machen zwar keine Anstalten unsere Geduld zu belohnen, dafür ist es aber faszinierend zu beobachten, wie sich die anderen Tiere verhalten: Eine Herde Zebras nähert sich dem Wasserloch.Offensichtlich haben sie die Löwen entdeckt. Das Leittier bleibt stehen, macht einen Schritt vor und geht wieder einen zurück. Dieses Spiel wiederholt sich fast eine halbe Stunde, bis die Herde schließlich kehrt macht. Nur eine Giraffe traut sich. Sie hat die Löwen entweder nicht gesehen, ist mutig oder weiss, dass die Löwen keinen Hunger haben.

Als wir unseren Campingplatz wieder erreichen, müssen wir überrascht feststellen, dass wir von Overlandern umzingelt sind. Unser Tisch und unsere Stühle wurden zur Seite gestellt. Ziemlich wütend mache ich mich auf die Suche nach einem anderen Platz. Allerdings nicht ohne den Besatzern ein wenig Staub zurückzulassen. Am Abend bekommen wir noch Besuch von drei Honigdachsen, die alles klauen, was nicht niet- und nagelfest ist. Ich beobachte einen Nachbarn, der sein Grillgut verteidigen muss, da die Honigdachse selbst vor einem heissen Grillrost nicht zurückschrecken. Unser Abendessen verdauen wir mit einem Spaziergang zum Wasserloch, das allerdings nicht sehr ergiebig ist. Das einzige Highlight sind auch hier die Honigdachse, die sich über eine zurückgelassene Plastiktüte hermachen und deren Inhalt sortieren.

Am nächsten Morgen sind wir kurz nach Sonnenaufgang schon wieder auf Pirschfahrt. Es geht wieder Richtung Wasserloch, wo wir gestern die Löwen zu letzt gesehen haben. Und tatsächlich entdecken wir auf einer weiten Grasfläche einen der Löwen. Als wir ankommen, setzt er gerade zum Sprint an. Allerdings ist dies ein sehr plumper Versuch, weil ihn die Springböcke und Oryxe schon lange gesehen haben. Das Wild rennt einfach weg und bleibt in sicherer Entfernung stehen, den Löwen fest im Blick. Der Löwe selbst schaut sich ein- zweimal um und erkennt wohl die Sinnlosigkeit seines Unterfangens. Gemächlich trabt er zu seinem “Kumpel” zurück, der ein Stück entfernt faul im Gras liegt und die Szene beobachtet. Die Löwen entfernen sich und verschwinden aus unserem Blickfeld.

Wir fahren trotzdem noch einmal zum Wasserloch, wo wir zwei Schakale entdecken, die mit den Resten eines Löwenkills beschäftigt sind.

Der Rest des Tages verläuft relativ ereignislos, was nicht heissen soll, das wir keine Tiere mehr sehen. Sprinböcke, Zebras….Man wird eben wählerisch!

Die nächste Nacht verbringen wir in Namutoni. Wir versuchen einen Platz auf der organisierten Nachtpirsch zu ergattern. Leider ist diese bereits ausbgebucht. Auf unserer Pirschfahrt entdecken wir erneut Löwen. Diesmal ist es ein Rudel mit mehreren Weibchen, Jungen und einem Männchen. Allerdings liegen diese nur faul im Gras. Und als ihnen das Treiben auf der Pad zu bunt wird, ziehen sie sich in den Busch zurück. Wiederum ist es interessant eine Herde Impalas zu beobachten, die die Löwen offensichtlich entdeckt haben und unschlüssig am Rand der Pad stehen. Sie trauen sich nicht den Weg zu überqueren, stehen nur da und beobachten was die Löwen machen.

Zu guter Letzt werden wir Zeugen eines genialen Schauspiels: Dutzende von Geiern, die am Himmel kreisen, führen uns zu einer Stelle, wo ein kleiner Schakal einen Impala-Kadaver gegen 40-60 Geier verteidigt. Die Geier haben den Schakal regelrecht umzingelt und warten nur auf eine Gelegenheit ihm das gute Stück zu entreißen. Immer wieder nähert sich ein Geier vorsichtig, den der Schakal sofort wieder zurückdrängt. Ein tolles Schauspiel.

Am Abend beobachten wir noch drei Löwinnen, die sich in der Nähe des Wasserlochs niedergelassen haben. Dies ist wohl auch der Grund warum sich sonst kein anderes Tier dort einfindet. Letztendlich gewinnt die Müdigkeit Oberhand und wir begeben uns in das Zelt wo wir unsere letzte Nacht im Etosha Park verbringen.

Bevor wir den Park am nächsten Tag verlassen, fahren wir noch einige Wasserlöcher ab. Eine Oryx, die plötzlich aus dem Busch springt und knapp vor unserem Auto die Pad überquert, macht deutlich, dass es ratsam ist, die vorgeschriebene Geschwindigkeit einzuhalten. Das war wirklich knapp![Mehr Namibia Bilder gibt es hier. ]

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